SINTEG und Kopernikus - Mitwirkung des FGH e.V. bei öffentlich geförderten Forschungsprojekten

Das Projekt enera ist Teil des Förderprogramms „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende“ (SINTEG) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Ziel ist es, in großflächigen „Schaufensterregionen“ skalierbare Musterlösungen für eine umweltfreundliche, sichere und bezahlbare Energieversorgung bei hohen Anteilen erneuerbarer Energien zu entwickeln und zu demonstrieren. Im Zentrum stehen dabei die intelligente Vernetzung von Erzeugung und Verbrauch sowie der Einsatz innovativer Netztechnologien und -betriebskonzepte. Die gefundenen Lösungen sollen als Modell für eine breite Umsetzung dienen. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert die fünf Schaufenster mit insgesamt über 200 Mio. Euro.Zusammen mit den zusätzlichen Investitionen der Unternehmen werden über 500 Mio. Euro in die Digitalisierung des Energiesektors investiert. SINTEG ist damit ein wichtiger Beitrag zur Digitalisierung der Energiewende.

An den SINTEG-Schaufenstern sind über 200 Unternehmen und weitere Akteure, bspw. aus der Wissenschaft, beteiligt. Der FGH e.V. wird im Einzelvorhaben Simulation und Bewertung effizienter Betriebskonzepte für aktive Verteilnetze innerhalb von enera untersuchen, wie die Vielzahl innovativer Lösungsansätze, die zukünftig in einem Smart Grid zur Verfügung stehen, in Netzbetrieb und Netzplanung berücksichtigt werden und die gesteigerte Komplexität reduziert werden kann. Zu diesen innovativen Konzepten gehören Betriebsmittel wie der regelbare Ortsnetztransformator oder supraleitende Kurzschlussstrombegrenzer ebenso wie neuartige Betriebskonzepte, bspw. die Nutzung von Flexibilität auf Kundenseite durch Last- und Einspeisemanagement, Blindleistungsbereitstellung oder Topologieoptimierungen durch steuerbare Trennstellen. Ein besonderer Schwerpunkt stellt die Ausgestaltung der zukünftigen Betriebsplanungsprozesse im Verteilnetz sowie deren Abstimmung untereinander und mit vorgelagerten Netzbetreibern dar. Aus den zu konzipierenden und zu implementierenden Simulationsverfahren resultieren zudem Werkzeuge für Netzbetreiber, mit denen diese bei der Transformation von einem passiven zu einem aktiven Verteilnetz unterstützt werden. Mithilfe von Systemstudien wird außerdem aufgezeigt, welche Auswirkungen es auf das Gesamtsystem hat, wenn dieser Transformationsprozess flächendeckend erfolgt. Link zu den lfd. Forschungsprojekten.

Das Kopernikus-Projekt ENSURE - Neue EnergieNetzStruktURen für die Energiewende - verfolgt mit einem ganzheitlichen Ansatz das Ziel, neue Energienetzstrukturen für die Energiewende zu erforschen und bereitzustellen. Hierfür wird eine umfassende Energiesystemoptimierung unter Berücksichtigung aller relevanten Energieträger vorgenommen. Dabei wird als wichtigstes Hauptziel geklärt, wie zentrale und dezentrale Energieversorgungselemente im Gesamtsystem ausgestaltet sein müssen. Als zweites Hauptziel erfolgt die praktische Umsetzung der entwickelten systemischen Konzepte und die Erprobung neuer Technologien in einem großtechnischen Demonstrationsprojekt. Der FGH e.V. wird geeignete Ausgestaltungen von primärtechnischem Netz und IKT ermitteln und daraus Empfehlungen für konkrete Ausgestaltungen ableiten. Dabei ist die Zuverlässigkeit, mit der dezentrale Strukturen Systemdienstleistungen erbringen können, mit den Anforderungen des Gesamtsystems an die Versorgungssicherheit abzugleichen. Ferner wird sie Prüfanforderungen für Betriebsmittel in zukünftigen Netzen analysieren, mit bestehenden Vorgaben abgleichen und ggf. Erweiterungen entwickeln.

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